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23.11. 2015

Hans-Heinrich-Stelljes-Preis

Sie sind eine Bereicherung

Hans Heinrich Stelljes Stiftung ehrt Kerstin Löding-Blöhs, Detlef Cieplik, 
Kunstschule Ikarus e.V. und Zum Kollektiv e.V.

Die Geehrten und Ehrenden v.l.: Ulrich Mädge, Margaretha Stumpenhusen, Theo Haustein (Zum Kollektiv), Kerstin Löding-Blöhs, Detlef Cieplik, Filiz Oktem (Zum Kollektiv), Wiebke Stelljes, Anne Linhsen, Karl Reinhold Mai (Vorstand Sparkasse Lüneburg) und Manfred Nahrstedt.

Sie heißen Kerstin Löding-Blöhs und Detlef Cieplik, Kunstschule Ikarus e. V. und Zum Kollektiv e. V.: Ob im Sozialen, im Sport oder in der Kunst – dieses Quartett bereichert die Gesellschaft der Region. Als Anerkennung für ihre Verdienste hat die Hans Heinrich Stelljes Stiftung die vier jetzt mit dem gleichnamigen, mit 1.000 Euro dotierten Preis für ehrenamtliches Engagement geehrt.

 

„Mit dem Preis möchten wir ein wenig von dem zurückgeben, was die Geehrten für das Gemeinwohl leisten“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Mädge bei der Feierstunde in der KulturBäckerei. „Genau das war der Wunsch des ehemaligen Oberstadtdirektors Hans Heinrich Stelljes, als er den Preis ins Leben rief.“ Landrat Manfred Nahrstedt kündigte zudem für das Frühjahr eine weitere Ehrung an: „Wir wollen Menschen würdigen, die sich ehrenamtlich in der Arbeit mit Flüchtlingen engagie-ren. Dafür möchten wir uns bei einer gesonderten Veranstaltung bedanken.“

 

Sie hat keine Berührungsängste bei alten, erkrankten Menschen, hat lange in der Gerontopsychiatrie gearbeitet, 1999 die Alzheimer Gesellschaft Lüneburg mitgegründet und steht bis heute an ihrer Spitze: Kerstin Löding-Blöhs. „Vor Gründung der Alzheimer Gesellschaft hat es kaum Angebote für Angehörige gegeben“, sagte die Psychologin Eva Nahme in ihrer Laudatio. Damals gab es Tabus, heute gibt es kostenlose Beratungsgespräche, eine Selbsthilfegruppe für Angehörige, Fort- und Weiterbildungen sowie Schulungen, und Helferinnen betreuen Erkrankte zur Entlas-tung der Angehörigen zu Hause.

 

Er hat eigentlich einen ganz normalen Namen, aber alle nennen ihn nur „Zippel“: Detlef Cieplik. Nach seiner Zeit als aktiver Handballer trainiert er seit gut 20 Jahren Kinder im Handball, engagiert sich sehr stark nicht nur als Trainer, sondern auch organisatorisch beim Handballverein Lüneburg. „Detlef Cieplik vermittelt den Kindern nicht nur Spaß am Sport, sondern vor allem auch, dass sie den Sport als Teamsache sehen“, sagte Laudator Ulrich Pott, Sportredakteur. „Dabei hat Zippel immer ein Lächeln auf den Lippen – und sich niemals in den Mittelpunkt gestellt.“

Sie vermittelt nicht nur Bildende Kunst, sondern auch Tanz und Literatur: die Kunstschule Ikarus e.V., gegründet 1998 und seit einem Jahr ansässig in der KulturBäckerei. Die Leitung des Teams mit 15 Honorarkräften hat ein ehrenamtliches Tandem: Margaretha Stumpenhusen und Anne Linhsen. „Die Leidenschaft für Kunst verleiht ihnen Flügel“, sagte Dr. Sabine Fett vom Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen in ihrer Laudatio. „Die Kunstschule ist Teil der kulturellen Grundversorgung der Region, impulsgebend und fördert die Attraktivität des Standorts.“

 

Sie wollen leer stehende Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen nutzen: die Studierenden der Initiative Zum Kollektiv e. V., gegründet vor rund drei Jahren. Ob in der Heiligengeiststraße oder an der Ecke Bleckeder Landstraße und Pulverweg: Das Kollektiv füllt Räume mit Musik, Literatur oder Theater – und aktuell mit Deutschkursen für Flüchtlinge. „Bei diesem Preis geht es auch darum, junge Menschen zu ehren, die noch nicht seit sehr vielen Jahren etwas machen“, sagte Kulturredakteur Hans-Martin Koch in seiner Laudatio. Eine kurze Tradition allerdings haben die Studierenden auch schon vorzuweisen: das Theaterfestival, das im nächsten Sommer zum dritten Mal stattfinden soll.

 

 

23. November 2015

20. 9. 2015

Freyja-Scholing-Preis

Gut leben statt viel haben

Sparkassenstiftung ehrt Reinhart Günzel mit dem Freyja-Scholing-Preis

Gratulierten dem Preisträger:
Reinhart Günzel (M.) von Herzen: v.l. Ulrich Mädge, Renate Backhaus, Manfred Nahrstedt und Karl Reinhold Mai.

 „Gut leben statt viel haben“, steht auf dem Schild, das Reinhart Günzel Landrat Manfred Nahrstedt persönlich im Büro vorbeigebracht hatte. Launig erzählte Nahrstedt davon am Abend desselben Tages, als er die Gäste im Saal der Landkreisverwaltung begrüßte: zur Verleihung des mit 2.500 Euro dotierten Freyja-Scholing-Preises an eben jenen Besucher vom Vormittag.

 

„Du bist ein Unikat“, sagte Landrat Nahrstedt zu dem zu Ehrenden, der sich seit Jahrzehnten mit großem Engagement für Umwelt und Natur einsetzt – genau wie die Namensgeberin des Preises es bis zu ihrem Tod 2005 getan hat. Freyja Scholing wurde das „Ökogewissen des Landkreises“ genannt, dasselbe gilt auch für Reinhart Günzel: Kaum jemand in Lüneburg kämpft so unermüdlich für Naturschutz und Nachhaltigkeit wie der gelernte Gärtner und studierte Landschaftsplaner.

 

„Immer mit einer übervollen Aktentasche“ sei Reinhart Günzel auch mit seinen 80 Jahren in der Stadt unterwegs, beschrieb Laudatorin Renate Backhaus, Vorsitzende des Förderfonds Nachhaltigkeit der Sparkassenstiftung, den Preisträger liebevoll. Er hat das Elbeschiff „Lave 30“ mit initiiert genauso wie den Elbebadetag, das Heinrich-Böll-Haus mitbegründet und den Nachhaltigkeitsrat. Viele Jahre hat Günzel auch die Lüneburger Ortsgruppe des BUND geleitet sowie im Umweltausschuss des Rates der Hansestadt Lüneburg gearbeitet. Außerdem schafft er Kooperationen mit dem Hamburger Zukunftsrat und der Leuphana Universität Lüneburg.

Genau wie Landrat Nahrstedt und Laudatorin Renate Backhaus dankte auch Oberbürgermeister Ulrich Mädge der Sparkasse und der Sparkassenstiftung Lüneburg dafür, den Preis für Umweltengagement initiiert zu haben und bereits zum vierten Mal zu vergeben. Gleichzeitig rief Mädge Bürgerinnen und Bürger dazu auf, eigene Projekte und Vorschläge für zukünftige Preisträger einzureichen. Mädge dankte Günzel für die stets guten Gespräche und sagte mit einem Augenzwinkern in Richtung des Geehrten: „Hoffentlich hörst du jetzt nicht auf mit deinen 80 Jahren.“

 

Doch damit ist glücklicherweise nicht zu rechnen. Reinhart Günzel selbst zeigte sich in seinen Dankesworten „wahnsinnig überrascht“ darüber, wie viele Aspekte seines Wirkens die Redner erwähnten und nannte gleich die nächste Schraube, an der er drehen möchte: „Die Strategie der Nachhaltigkeit der aktuellen Oberbürgermeister-Papiere. Da müssen wir noch intensiver etwas draus machen.“ Reinhart Günzel wird nicht nachlassen, keine Bange.

 

20. September 2015

9. Juki 2015

Geschichte lebendig erhalten: Kunstworkshop in Konau

Am 9. Juli haben 25 Schülerinnen und Schüler der Herderschule Lüneburg die Elbe überquert, um im denkmalgeschützten Marschhufendorf Konau, direkt am Deich, einen Tag lang kreativ zu sein.

 

Ausgerüstet mit umfangreichen Malutensilien, einer Drucker-presse und viel kreativem Potential, haben die Teilnehmer aus zwei Kunstleistungskursen, sowie einige Zehntklässler, das idyllische Dorf am östlichen Elbufer auf sich wirken lassen. Für die beiden begleitenden Lehrerinnen des Workshops, Sonja Kühn-Benthack und Claudia Müller, war die Anreise mit der Fähre schon „ein bisschen wie Urlaub“, so kurz vor den Sommerferien.

 

Landrat Manfred Nahrstedt hatte die Idee zu einem Kunstwork-shop, als sich Schülerinnen und Schüler aus den Landkreisen Lüneburg, Wagrowiec und der tschechischen Stadt Sedlcany im Juli 2014 zu einem Malseminar trafen und ihre Werke in der Kreisverwaltung ausgestellt haben. Eine Ausstellung zum Thema „deutsche Teilung“ sollte entstehen und wo lässt sich die bedrückende Lebenssituation im deutsch-deutschen Grenzgebiet besser vermitteln, als an einem Ort im ehemaligen Sperrgebiet mit teilweise erhaltenen Grenzanlagen? Den Abiturienten kann auf diese Weise anschaulich ein Teil deutscher Geschichte präsentiert werden, den sie nur aus Büchern und Erzählungen kennen.

 

 

„Das Bunte symbolisiert den Blick aus dem Osten in den bunten Westen, die Traumwelt, die man sich hinter dem Grenzzaun nur vorstellen konnte“. So erklärt Johanna den bunten Märchenwald, der auf ihrem großformatigen Bild an den Wachturm angrenzt.

 

Auch zu den anderen Workshop-Themen „Apfelanbaugebiet“, „Elbe-Radwanderweg“, „Marschhufendorf / Elbtalaue“ konnte dank der Unterstützung der Sparkassenstiftung Lüneburg vor Ort gearbeitet werden.

 

Zu Gast waren die Schülerinnen und Schüler auf dem Hof der Sparkassenstiftung in Konau. Dieser beherbergt den Verein Konau 11 – Natur e. V., der zum Erhalt der Obstbaumalleen beiträgt und zahlreiche Bildungsangebote „rund um das Thema Obst“ im Programm hat. Eine Scheune beherbergt die Ausstellung „Grenzgänge – Leben im Sperrbezirk“ und der „Gelbe Richard“ bietet als gemütliches Hofcafé eine beliebte Station für die vielen Radtouristen. Konau ist das weltweit letzte vollständig erhaltene Marschhufendorf und war Teil der Weltausstellung Expo 2000.

 

Die vielfältigen Arbeiten, die im Workshop entstanden sind, werden beim „Tag des offenen Hofes“ am 11. Oktober auf dem Hof 11, an der Elbstraße 11 in Konau präsentiert.

28.07.2015

Die Sparkassenstiftung Lüneburg bringt Kunstschule und Flüchtlinge für einen Sommer-Kurs zusammen.

In Stadt und Landkreis Lüneburg wird bereits einiges getan, um den Flüchtlingen, die aus vielen Ländern der Welt zu uns kommen, eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die Sparkassenstiftung Lüneburg fügt diesen Initiativen einen weiteren Baustein hinzu.

Das Kunst- und Kulturzentrum KulturBäckerei hat letztes Jahr eröffnet und einer der Mieter ist die Kunstschule Ikarus. Neben einem umfangreichen Kursangebot unterstützt sie Projekte im öffentlichen Raum um Kunst von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu ermöglichen und zu präsentieren.

Da lag der Gedanke nahe, diese wichtige Institution für kulturelle Bildung in Lüneburg mit der Flüchtlingsunterkunft am Meisterweg, in Nachbarschaft zur KulturBäckerei, zusammenzubringen.

Der aus dieser Idee entstandene kostenlose Kunst-Kurs, soll den Bewohnern der Unterkunft am Meisterweg in den Sommerferien die Möglichkeit bieten, unter pädagogischer Anleitung, kreativ zu sein. Denn wo durch Sprachbarrieren Worte fehlen, kann eine kreative Ausdrucksmöglichkeit eine große Hilfe sein.

Ein weiterer Beitrag für eine starke und gemeinschaftliche Willkommenskultur in Lüneburg.

 

Zur KulturBäckerei

Zur Kunstschule Ikarus

you are creative

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03.07.2015

Nur einer ist besser als Klaas

Artlenburger Schüler schneidet als Zweitbester bei „Schöler leest Platt“ ab –

Bjarne, Nike und Anna Maria belegen vierte Plätze im Finale

Er ist der zweitbeste Vorleser im Land: Klaas Kanzler aus Artlenburg. Der Schüler des Bernhard-Riemann-Gymnasiums Scharnebeck war jedoch nicht allein beim Finale des Lesewettbewerbs „Schöler leest platt“: Drei Mädchen aus Stadt und Landkreis Lüneburg sowie ein ganzer Tross Fans reisten Ende voriger Woche in einem von der Sparkassenstiftung angemieteten Reisebus nach Oldenburg.

 

So viele Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Lüneburg haben es noch nie ins Finale geschafft: Neben Klaas waren das Bjarne Mitwollen aus Südergellersen, Nike Just von der Wilhelm-Raabe-Schule und Anna Maria Seeger von der Hermann-Löns-Grundschule. Sie haben jeweils vierte Plätze belegt. Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung ist stolz auf die vier: „Wir hatten noch niemals so viele Kinder aus Lüneburg im Finale. Deshalb haben wir einen tollen Tag für die jungen Vorleser und ihre Fans organsiert: neben der gemeinsamen Anreise im Bus eine Stadtführung und ein gemeinsames Mittagessen.“

 

Insgesamt 10.000 Kinder und Jugendliche haben bei dem Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Kultusministeriums teilgenommen, „Schöler leest Platt“ ist damit die größte Veranstaltung für Regional- und Minderheitensprachen in Mitteleuropa überhaupt. Die nächste Ausgabe findet in zwei Jahren statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glückliche Gesichter in Oldenburg: vorne v.l. Bjarne Mitwollen, Nike Just und Anna Maria Seeger, hinten Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung und Klaas Kanzler.

20.5.2015

Der Bezirksentscheid:

 

 

 

 

Mädchen und Jungen räumen beim Plattdeutschen Lesewettbewerb ab –

Landesentscheid folgt am 3. Juli

Vier von fünf Siegern kommen

aus dem Landkreis Lüneburg

Das hat es noch nie gegeben: Vier von fünf Siegern kommen aus Lüneburg. So erfolgreich war der Kreis beim Bezirksentscheid des Plattdeutschen Vor-lesewettbewerbs „Schöler lest Platt“ noch nie. Und so heißen die Mädchen und Jungen, die am 3. Juli in Oldenburg in die nächste Runde für Lüneburg ziehen: Bjarne Mitwollen, Klaas Kanzler, Anna Maria Seeger und Nike Just.

 

„Veer Mal Gold för Lümborg! Dass wir so gut sind, ist uns erst jetzt klar geworden“, sagt ein glücklicher Heiko Frese nach dem Bezirksentscheid auf dem Gelände des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Der Obmann für Plattdeutsch in der Schule im Kreis Lüneburg organisiert gemeinsam mit Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung Lüneburg seit Jahren den Lüneburger Kreisentscheid des bundesweit alle zwei Jah-re laufenden Wettbewerbs. „Die besonders authentische Aussprache und das sou-veräne Auftreten haben sicherlich dazu beigetragen, dass unsere Vertreter ganz vorn angekommen sind“, lobt Frese die Eleven.

 

 

 

 

Wiebke Erdtmann, Vorsitzende des Vereins Lüneplatt, verrät eines der Geheimnisse des Erfolgs: „Wir haben ein extra Lesetraining zur Vorbereitung auf diese Runde für unsere Kinder und Jugendlichen veranstaltet.“ Zudem ging mit Bjarne Mitwollen aus Südergellersen ein ganz besonderer Bewerber ins Rennen. Obwohl die Eltern des Viertklässlers selbst nicht Platt snacken können, hat er die Sprache bei seiner Leh-rerin Katharina Schönfeld in der AG an der Grundschule Kirchgellersen gelernt – mittlerweile fließend. Seine Lehrerin ist begeistert. „De Jung hett eenfach seggt, ik will Platt snacken, un dat deit he nu!" Und die Geschichte für den Lesewettbewerb hat er auch noch selbst geschrieben: über ein Gerät, das Lügen erkennt.

 

Neben Bjarne beherrscht auch Klaas Kanzler mittlerweile Plattdeutsch als gespro-chene Sprache, ein Scharnebecker Gymnasiast aus Artlenburg. „Das ist letztlich das Ziel des Vorlesewettbewerbs: Die Sprache lebendig erhalten“, sagt Nicole Bloch. „Wir freuen uns, dass wir Schüler neugierig machen können und sie über das Vorlesen hinaus die Sprache sprechen. Jetzt aber wünschen wir unseren Bezirks-siegern erstmal viel Glück beim Landesentscheid!“ Neben Bjarne und Klaas sind das die Drittklässlerin Anna Maria Seeger von der Hermann-Löns-Grundschule Lü-neburg und Nike Just von der Wilhelm-Raabe-Schule in der Gruppe 5. und 6. Klas-sen.

Alle Teilnehmer aus Lüneburg.

20.05.2015

Fünf Vorleser fahren zum Kiekeberg

 

Anna Maria, Bjarne, Nike, Ann-Christin und Klaas kommen beim plattdeutschen Lesewettbewerb in die nächste Runde.

Die Urkunn sind schreven, die Tinte trocken: Die Gewinner des Lüneburger Kreisentscheids des niedersächsischen Vorlesewettbewerbs „Schöler lest Platt“ stehen fest. Am 10. Juni stellen sich die fünf Mädchen und Jungen ihren Mitbewerben aus dem gesamten ehemaligen Lüneburger Regierungsbezirk im Freilichtmuseum am Kiekeberg.

 

Anna Maria Seeger (8) von der Hermann-Löns-Grundschule Lüneburg, Bjarne Mitwollen (10) von der Grundschule Am Apfelgarten Südergellersen, Nike Just (12) von der Wilhelm-Raabe-Schule Lüneburg, Ann-Christin Wienrich (12) vom Bernhard-Riemann-Gymnasium Scharnebeck und Klaas Kanzler (16) vom Bernhard-Riemann-Gymnasium Scharnebeck haben sich gegen insgesamt rund XXX andere Schülerinnen und Schüler von der dritten bis zur zwölften Klasse durchgesetzt, so viele Mädchen und Jungen hatten sich für den Lesewettbewerb in Stadt und Landkreis Lüneburg angemeldet. „Wir freuen uns, dass das Interesse am Lesewettbewerb so hoch ist und wünschen unseren Kandidatinnen und Kandidaten viel Erfolg am 10. Juni am Kiekeberg“, sagt Organisatorin Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung Lüneburg.

 

Zweite und dritte Plätze haben erreicht: Ronja Vennmann von der Grundschule Lüne, Helene Schulz von der Elbtal Grundschule Bleckede, Jan-Hendrik Müller von der Grundschule Bardowick, Jule Thiemann von der Grundschule Artlenburg, Maximilian Moll von der Wilhelm-Raabe-Schule, Pia Parakenings vom Bernhard-Riemann-Gymnasium Scharnebeck, Jannis Hilmer vom Bernhard-Riemann-Gymnasium, Yannic Tammling von der Oberschule Bardowick und Jana Hilmer vom Bernhard-Riemann-Gymnasium Scharnebeck.

 

Mit insgesamt 19.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist die niedersächsische Ausgabe von „Schölers lest Platt“ der größte Wettbewerb für Regionalsprachen in Europa. Nicole Bloch organisiert die Lüneburger Abläufe seit Jahren gemeinsam mit Heiko Frese, Plattdeutsch-Berater der Landesschulbehörde und Lehrer an der Wilhelm-Raabe-Schule. „Platt gehört zu Norddeutschland und ist eine ausdrucksstarke Sprache, die es nur hier gibt“, sagt Frese. „Nicht zu vergleichen mit den Dialekten in Süddeutschland. Wir wollen zeigen: Plattdeutsch ist eine Sprache der Gegenwart.“ Ausrichter sind die Sparkassen und die Niedersächsische Sparkassenstiftung. Stattgefunden hat der Kreisentscheid in der Lüneburger KulturBäckerei, Musik bei der Siegerehrung machten Jeremy und Isabelle Stoppel.

 

„Kreisbeste“: Die Erst- bis Drittplatzierten mit Nicole Bloch und Heiko Frese.

Die Ersten mit Nicole Bloch und Heiko Frese:

vorne v.l. Pia, Bjarne und Anna Maria, hinten Klaas und Ann-Christin.

04.02..2015

Schöler lest Platt

 

Jetzt für den Wettbewerb 2015 anmelden!

„Kannst di dreihen as du wullt,

de Mors blifft jümmer achtern.“

 

Es gibt Dinge, die keine Sprache so schön sagt wie das Plattdeutsche. Damit Platt auch bei Kindern und Jugendlichen lebendig bleibt, gibt es in Niedersachsen alle zwei Jahre den Lesewettbewerb „Schöler lest Platt“. Jetzt beginnt die Vorbereitungs-phase, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Mit seinen 19.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Jahr 2013 ist die niedersächsische Version von „Schölers leest Platt“ der größte Wettbewerb für Regionalsprachen in Europa. Das weiß Heiko Frese, der gemeinsam mit Nicole Bloch den Wettbewerb im Landkreis Lüneburg organisiert. Heiko Frese ist Plattdeutsch-Berater der Landesschulbehörde und Lehrer an der Wilhelm-Raabe-Schule, Nicole Bloch ist Mitarbeiterin der Sparkassenstiftung Lüneburg.

„Platt gehört zu Norddeutschland und ist eine ausdrucksstarke Sprache, die es nur hier gibt“, schwärmt Frese. „Nicht zu vergleichen mit den Dialekten in Süddeutschland.“ Mit dem Lesewettbewerb wollen die Organisatoren Kindern und Jugendlichen Mut machen, Plattdeutsch zu sprechen. Der Pädagoge selbst konnte als Kind kein Platt und hat erst über den Wettbewerb angefangen, es zu lernen. „Wir wollen zeigen: Plattdeutsch ist eine Sprache der Gegenwart.“ Daher ruft das Team auch dazu auf, mit zeitgenössischen Texten und aktuellen Themen im Lesewettbewerb an den Start zu gehen. Eine Auswahl schlägt die Sparkassenstiftung vor, jeder kann aber auch eigenständig nach Literatur suchen. Die Vortragszeit sollte zwischen drei und fünf Minuten liegen.

Üblicherweise sind es Schulen, die in ihren Klassen oder in Arbeitsgemeinschaften die Mädchen und Jungen auf den Wettbewerb vorbereiten. „Das muss aber nicht sein“, sagt Nicole Bloch. „Wer Lust hat, kann auch privat zu Hause üben oder in Vereinen. Jeder kann am Wettbewerb teilnehmen, auch Vereine und Gemeinde können Teilnehmer für den Kreisentscheid melden.“

 

Wer Unterstützung braucht bei der Vorbereitung oder als Lesetrainer den jungen Plattsnackern helfen möchte, kann sich bei Heiko Frese melden. Nicole Bloch steht für die Lieferung von Plakaten und Werbematerial bereit. Der Wettbewerb umfasst die Jahrgangsstufen dritte bis 13. Klasse.

Der Kreisentscheid findet statt am Mittwoch, 20. Mai, in der KulturBäckerei Lüneburg.

500 Kinder und Jugendliche aus den Landkreisen Lüneburg, Harburg und Heidekreis waren beim Durchgang 2013 dabei.

Ausrichter sind die Sparkassen und die Niedersächsische Sparkassenstiftung.

 

Die Texte für den Wettbewerb und weitere Unterlagen finden sich hier: 

www.nsks.de/nsks/denkmalpflege/niederdeutsch/

plattd_lesewettbewerb

 

Kontakt:

Nicole Bloch: 041 31 / 854 45 36, nicole.bloch@sparkassenstiftung-lueneburg.de

 

Heiko Frese: 041 31 / 854 68 60

h-frese@web.de

Sparkasse Lüneburg

Fotos © Sparkassenstiftung Lüneburg, Juli 2015

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